Bund Deutscher Schriftsteller
und der Angehörigen des herstellenden und verbreitenden Buchhandels
zur Förderung von Literatur, Buch- und Schriftkunst e.V.

Aktuelle Pressemitteilungen des BDS

1. Aktuelle Pressemitteilungen über den Provokateur Manfred Plinke und seinen umstrittenen Autorenhaus-Verlag

Manfred Plinke, dubiose Geschäftspraktiken des sog. Autorenhaus-Verlags und das von ratsuchenden Autoren erschwindelte Geld – OLG Frankfurt bestätigt Urteil des Landgerichts Frankfurt zu Presseveröffentlichungen über Berliner Kleinverlag

Dietzenbach (BDS) - Die Redaktion des Frankfurter Hauses der Literatur (www.haus-der-literatur.de) hat seit 2006 in einer Reihe von Berichten, Pressemitteilungen und einer Glosse kritisch über die Geschäftspraktiken des Berliner Kleinverlegers Manfred Plinke berichtet und das mit dem Ratgeberprogramm für Autoren verbundene, uneinlösbare Versprechen, in jedem Fall veröffentlichen zu können, kritisiert.

Die Redaktion berichtete von Geschäftspraktiken, die sonst Scientology nachgesagt werden, eine Zuschreibung, die sich Scientology verbeten hat, davon, dass der Einmannverlag im Berliner Vorort-Reihenhäuschen ein Buch, das auf Anne Frank zurückgeht, neben Hitler-Cartoons ins Programm genommen hat.

Die Veröffentlichung von drei dieser Berichte, nämlich: Von den dubiosen Geschäftspraktiken des Manfred Plinke und seines Autorenhaus-Verlags, und: Manfred Plinkes geheime Freundschaft mit den Zuschußverlagen – Oder: Wie im „Autorenhaus“-Verlag das erschwindelte Geld der ratsuchenden Autoren zu Champagner wird, sowie: Freedom Writers und damit Anne Frank in einem Verlag für Adolf-Hitler-Cartoons. Wie das Berliner sog. „Autorenhaus“ des Manfred Plinke die US-amerikanischen Einrichtungen an der Nase herumgeführt hat. Oder: Wie sich 60 Jahre nach dem Holocaust in Deutschland Verharmlosung breitmacht, wurden vom Landgericht Frankfurt, so wie sie veröffentlicht wurden, untersagt. Das Oberlandesgericht wies daraufhin, dass, wenn ein Mitbewerber, hier Manfred Plinke und das „Autorenhaus“ durch eine wahre oder unwahre Behauptung oder durch ein kritisches Werturteil herabgesetzt werde, es dahinstehen könne, ob sie ein bloßes Werturteil oder eine wahre oder unwahre Tatsachenbehauptung darstellt. Die Redaktion des Frankfurter Hauses der Literatur wies daraufhin, dass noch rund 25 kritische Berichte über Manfred Plinke und sein Unternehmen online nachzulesen sind. (24. Juni 2009)


Manfred Plinke ("Autorenhaus-Verlag") belästigt 101-jährige Schriftstellerin

Dietzenbach (BDS) - Manfred Plinke ("Autorenhaus-Verlag") hatte vor kurzem die Bücher der Literaturpreisträgerin Ilse Pohl durch unwahre Behauptungen herabgesetzt. Das Landgericht Frankfurt hat diese auf der Diffamierungshomepage des "Autorenhaus-Verlags" verbreiteten falschen Behauptungen mit Einstweiliger Verfügung verboten. Plinke rief daraufhin die Schriftstellerin an, um sich zu erkundigen, ob sie wisse, wer er sei und was sie gegen seine Behauptungen habe. Ilse Pohl, die, beinahe erblindet, an ihrem letzten Buch schreibt, berichtet: "Ich sagte dem Herrn, dass ich nicht mit ihm sprechen könne, denn ich bin in tiefer Trauer. Mein Sohn ist vor wenigen Tagen verstorben." Herr Plinke kündigte an, er wolle die alte Dame später wieder anrufen und zur Rede stellen.

Ilse Pohl ist die älteste Aufsichtsratsvorsitzende der Welt (Frankfurter Verlagsgruppe Holding) und wird am 4. Juli den Ehrenpreis der Bosch-Stiftung (Mühlschlegelpreis) entgegennehmen. Ihre Ehrung wird vom ZDF aufgezeichnet. Plinke und sein sog. Autorenhaus residieren in einem Berliner Reihenhaus und sind wegen Dutzender Verleumdungsprozesse bekannt geworden, in denen Betroffene sich gegen seine Attacken zur Wehr setzen. Nach zahlreichen Verurteilungen haben die Landgerichte nun auf Antrag verschiedener Betroffener weitere fünf Einstweilige Verfügungen gegen den Berliner Kleinverleger verhängt.

(Internet: www.ilse-pohl.de)


Manfred Plinkes Geschäft mit dem Schreibhilfebuch – Wie neuen ratsuchenden Autoren nicht geholfen wird

Dietzenbach (BDS) - Manfred Plinke und Gerhild Tieger, Inhaber des Autorenhaus-Verlags in Berlin-Reinickendorf, verlegen Ratgeberliteratur, die dem Autor den Erfolg als Schriftsteller versprechen. Es ist ein Geschäft mit dem marktkonformen und massenkompatiblen Schreibhilfebuch – eine Geschäftemacherei, die bereits von der Berliner Journalistin Gertrude Schildbach als Abzockerei demaskiert wurde (siehe www.scheinschlag.de): Literarische Debütanten werden mit fragwürdigen Marketingtipps zur Kasse gebeten, dies ist bestenfalls absolut branchenunüblich, für den Berliner Kleinverlag jedoch äußerst lukrativ. Das fragwürdige Geschäft mit dem Karrierebegleitprogramm für den schreibungeübten Debütanten soll auch dem literarischen Dilettanten dazu verhelfen, ein literarisches Genie oder zumindest ein Schriftsteller zu werden. Eine Karriere, die nur zu leicht in die literarische Sackgasse führen kann. Dadurch wird klar: Die Branche der Ratgeberliteratur ist ein Geschäft, das sich (für den Verleger) lohnt.

Ambitionierte Neuautoren werden von Diplom-Kaufmann Manfred Plinke und Mitinhaberin Gerhild Tieger hinters Licht geführt, von einem Verlegerpaar also, das seinerzeit als Aussteiger bis nach Irland gelangt war. Zum Hintergrund: Eigentlich wollten der Berliner Kleinstverleger Manfred Plinke und Ehefrau Gerhild Tieger, heute ideologisch verbittert, Journalisten werden, zwecks Verfolgung und Verhetzung nicht in ihr linkes Weltbild passender Unternehmen. Ihre journalistischen Fähigkeiten waren jedoch offensichtlich nicht gefragt, sodass wir sie dann in den achtziger und neunziger Jahren auf einem Bauernhof in Irland wiederfanden. Vor zehn Jahren entdeckten Manfred Plinke und Gerhild Tieger dann nach fast einer Lebensspanne den Kapitalismus. Und da es viel aufzuholen gab, wurde es der Turbokapitalismus. Unerfahrenen, neuen Autoren wird mit einer beachtlichen Ratgeberbibliothek vorgegaukelt, dass eine verlagsfinanzierte Veröffentlichung nach dem Ratgeberkauf realistisch erscheinen kann. Als Branchenkenner wissen jedoch Plinke und Tieger, dass ein noch so qualitativ hochwertiges Werk eines neuen Autors bei den Publikumsverlagen kaum eine Chance hat, überhaupt wahrgenommen zu werden, geschweige denn verlagsfinanziert veröffentlicht zu werden. Die Berliner Journalistin Gertrude Schildbach kam den beiden selbstgefälligen neuen Kapitalisten Plinke und Tieger als erste auf die Schliche. Inzwischen muss es auch der gesamten Branche bekannt sein, wie Manfred Plinke und Gerhild Tieger die Autoren hinters Licht führen und dann abkassieren.

Angesichts seines Dienstes am neuen Autor brüstet sich „Autorenhaus“-Verleger Manfred Plinke in Verkennung der Tatsachen: Ein neuer Autor, der sein Erstwerk veröffentlichen möchte, sucht seine Informationen dort, wo sie am erfolgversprechendsten sind und schließlich lautet Herrn Plinkes Empfehlung an den neuen Autor: „Viel schreiben, mehr schreiben, immer besser werden […]. Der Erfolg stellt sich ein […], man darf nicht aufgeben“. So werden wider besseres Wissen Autorenhoffnungen geschürt und des feinen Herrn Plinkes Ratgeber gekauft. Dieser versucht damit neue und unerfahrene Autoren zu dem Glauben zu bekehren, dass jeder des Schreibens Kundige zum Bestsellerautor oder zumindest zum Schreiberling eines Publikumsverlags werden kann. Doch weit gefehlt! Dass dies nicht so einfach der Fall ist, erfährt der angehende Autor erst, nachdem er die für seine Karriere notwendig erscheinenden Plinkeschen Ratgeber käuflich erworben und damit seine Bücherwand aufgefüllt hat. Die auf über 40 Ratgeber angewachsene Palette wird wohl keinen Autor zur verlagsfinanzierten Buchveröffentlichung führen, sicher aber den Umsatz des so genannten Autorenhausverlegers Manfred Plinke steigern. Ein äußerst lukratives Geschäft für den Kleinstverleger, der ja auch nur seine Bücher an den Mann und die Frau bringen will. Manfred Plinke als Insider weiß das, lässt aber die angesprochenen unerfahrenen Autoren in dem von ihm gewollten trügerischen Glauben einer wahrscheinlichen verlagsfinanzierten Werkveröffentlichung im Publikumsverlag.

Wie jedoch die gebeutelten Autoren über Manfred Plinke und Frau Gerhild Tieger, seine tatkräftige Helferin, denken, wenn sie 40 Ratgeber gekauft und ins Regal gestellt haben, aber definitiv keine verlagsfinanzierte Buchveröffentlichung, weil es die üblicherweise über Ratgeber nicht gibt, scheint an dieser Stelle ohne Belang. Der Bund Deutscher Schriftsteller (BDS) jedenfalls hat diese Geschäftsgebaren des Kleinverlegers Manfred Plinke und seines „Autorenhaus-Verlags“ für seine Erfolge, Hobbyautoren zur Kasse zu bitten, mit der Verleihung der Goldene Autorenzitrone gewürdigt. Der Bund Deutscher Schriftsteller weist damit darauf hin, wenn Autoren in besonders dreister Weise zur Kasse gebeten werden. Der Bund Deutscher Schriftsteller kritisiert, dass hier planmäßig Hoffnungen zu Geld gemacht werden, wohl wissend, dass die Käufer der Ratgeber das versprochene Ziel gar nicht erreichen können, nämlich als Autor/in zu reüssieren. Seriöse Ratgeber bieten Problemlösungen, die vom Leser auch wirklich erreicht werden können. Der Verband nennt das Geschäftskonzept dreist, das in einer Palette von etwa über 40 Ratgebern – alle für Autoren - auf vielfältige Weise den Autoren das Geld aus der Tasche ziehe. Die Mitteilung des Verbandes verweist zur Begründung seiner Entscheidung auch darauf, dass sich der Diplom-Kaufmann Manfred Plinke auch von früher geäußerter Kritik nicht beeinflussen ließ, sondern sein Geschäftsgebahren, das Autoren zur Kasse bittet, unvermindert fortsetzt.


«Autorenhaus Verlag» und Manfred Plinke als Holocaustverharmloser und Betrüger bezeichnet

Dietzenbach (BDS) - Der wegen unzähliger Verleumdungsprozesse an vielen Landgerichten tätige Autorenhaus-Verlag des Manfred Plinke, der wegen seiner Scientology nachgesagten Praktiken in der öffentlichen Diskussion steht, wehrt sich gegen den Bericht, dass er das Buch der Freedom Writers, das sich zentral auf Anne Frank bezieht, neben verharmlosenden Hitler-Karikaturen präsentiert. Der Autorenhaus-Verlag klagt darauf, dass dieser Bericht zu unterdrücken sei. Mehr dazu lesen Sie hier.

Der Hintergrund: Freedom Writers ist eine Creative Writing-Bewegung in den USA, die in Hollywood verfilmt wurde. Der ohnedies umstrittene Autorenhaus Verlag und Manfred Plinke haben die deutsche Übersetzung des Buches im Programm. Der Film kam im Frühjahr 2007 in die Kinos und wurde ein Misserfolg. Verschiedene Einrichtungen in Deutschland warnten die Behörden auch vor der Bewegung, deren Satzungsziel es ist, zu hohem Entgelt Lehrmaterial an Jugendliche zu verkaufen und u.a. Kreditkarteninformationen zu sammeln. (www.freedomwritersfoundation.org)

Manfred Plinke und Gerhild Tieger machen auch vor anderen fragwürdigen Projekten nicht Halt, zum Beispiel solchen, die, besonders in Anbetracht der jüngsten deutschen Geschichte, ethisch mehr als bedenklich sind. So erschien jüngst ein Buch, das der von den Nazis ermordeten Anne Frank gewidmet ist. So edel dies auf den ersten Blick scheint, umso verwerflicher wird es bei Betrachtung der Gesamtsituation, denn dieses Buch trifft im Verlagsprogramm auf ein parodistisches Denkmal von Adolf Hitler. Der «Struwwelhitler» des «Autorenhauses» ist eine «Nazi Story» (so der Untertitel), die englische Kriegspropaganda aus dem Jahr 1941 beherbergt. Die Verharmlosung der Naziverbrechen unter dem Deckmantel lustiger Kindergeschichten verhöhnt das Leid und die Ermordung von Millionen Juden. Als wäre dies nicht genug, wird der Holocaustverharmlosung ein Buch an die Seite gestellt, das einem Opfer desselbigen gewidmet ist – auch ihr Andenken fällt somit einer mehr als subtilen Schändung anheim.

Manfred Plinke ist als Ursache dieses verwerflichen Projektes in einem öffentlichen Rundschreiben vom 14.2.2008 als «Holocaustverharmloser» und «Betrüger» bezeichnet worden. Das Ziel sei, so vermutet die Mitinhaberin und Autorin des Kleinverlags, Gerhild Tieger, die Kreditwürdigkeit und «den guten Ruf» des «Autorenhaus Verlags» zu schädigen. Manfred Plinke legt dabei insbesondere Wert auf die Feststellung, dass er mit seinen eigenen Mitteilungen das Niveau der Bild-Zeitung nie unterschritten habe.

Manfred Plinke und sein Autorenhaus-Verlag stehen vielfach in Kritik, nicht nur wegen seines von zweifelhafter Moral geprägten Verlagsprogramms, sondern auch, weil er Praktiken der Verfolgung bis in den Privatbereich seiner Konkurrenten anwendet, die ansonsten Scientology nachgesagt werden.


Der durch seine Prozesse bekannte Autorenhaus-Verlag des Manfred Plinke ist wiederholt Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen

Dietzenbach (BDS) - Der Autorenhaus-Verlag des Manfred Plinke ist seit über zwei Jahren durch seine vielen Rechtsstreitigkeiten auffällig. Der Kleinstverleger aus einem Berliner Vorstadtreihenhaus ist in bereits über 100 Verfahren verwickelt, in denen es vor allem immer wieder um von Herrn Plinke aufgestellte verleumderische Behauptungen über Konkurrenzunternehmen geht. So wurde dem Plinkeschen Autorenhaus-Verlag jüngst per einstweiliger Verfügung untersagt, auf seiner Internetseite falsche Behauptungen über die Frankfurter Verlagsgruppe Holding AG AvG zu veröffentlichen (Widerspruch ist möglich).

Zum Hintergrund: Plinke hatte auf seiner Internetseite nachweislich falsche Behauptungen aufgestellt, die vor allem auf fehlende Recherche und mangelnde Branchenkenntnis zurückzuführen sein dürften und deren Verbreitung daher verboten wird. Denn nachdem ein Gericht in I Instanz dem Berliner Kleinverlag den Abdruck eines Schaubildes mit falschen Informationen untersagt hatte, gab Manfred Plinke an, er habe nicht gewusst, dass man Seiten in einem Buch auch schwärzen könne und sei „selbst darüber überrascht, dass es diese Möglichkeit gegeben hätte“. Von einem Hinweis eines Mitarbeiters des Grossisten Libri, der aussagt, auf diese Möglichkeit hingewiesen zu haben, wisse er auch nichts.

Manfred Plinke, der nach eigenen Angaben ein Branchenhandbuch mit aktuellen Informationen und Adressen aus der Literatur- und Medienwelt herausgibt, war bereits in der Vergangenheit des öfteren wegen verleumderischen und branchenunüblichen Verhaltens aufgefallen. So provozierte er eine Vielzahl von Verleumdungsprozessen, als er zahlreiche Behauptungen über konkurrierende Verlage, Autorenverbände, eine Akademie u.a. veröffentlichte, die sich vor Gericht als frei erfunden oder unbeweisbar herausstellten. So wird die Internetdarstellung, das so genannte „Autoren-Magazin“, als unabhängiges Informationsmedium präsentiert – noch bis in den Mai 2006 hinein verbunden mit einer Website mit dem so genannten Autorenhaus-Verlag, dem Kleinverlag Plinkes. Wer kann da noch an Unabhängigkeit glauben, wenn es plötzlich zwei Websites gibt, und dies offenbar, weil Gerichte davon ausgingen, dass das Magazin zum Verlag gehört?

Autoren lassen sich aufgrund guter Informationsmöglichkeiten über Manfred Plinke und Gerhild Tieger und ihre obskuren Geschäftspraktiken nicht täuschen, sondern erkennen, dass Verlagsgeschäftsführer Manfred Plinke und Websitebetreiber des so genannten „Autoren-Magazins“ dieselbe Person sind. Für niemanden ist es vorstellbar, dass dieselbe Person gleichzeitig Verlagswettbewerber und unabhängiges Presseorgan ist.

Themen wie diese sind immer wieder Grund dafür, dass Manfred Plinke unliebsame Konkurrenzverlage vor Gericht zerrt, wohl vergessend, dass Wettbewerb durchaus das Geschäft beleben kann, er vielmehr versucht, diese in die Knie zu zwingen oder wenigstens zu unterdrücken, hierbei nimmt er auch immer wieder eigene Niederlagen in Kauf.

Es ist dem Autorenhaus-Verlagsinhaber auch einmal per einstweiliger Verfügung untersagt worden, ein Schaubild, das Herr Plinke bereits in seinem Handbuch „Deutsches Jahrbuch für Autoren“ verwendet hatte und dessen Veröffentlichung auch dort für ca. 4 Monate verboten worden war, zu verbreiten. Der Antrag wurde in zweiter Instanz vom Antragsteller zurückgenommen. Ebenfalls gemäß Entscheidung im Eilverfahren wurde dem Autorenhaus-Verlag damals bis zur Rücknahme des Antrages der weitere Vertrieb des Jahrbuches wegen der vom BDS e.V. angegriffenen falschen Darstellung untersagt. Diese Entscheidung ist jedoch nicht rechtskräftig, da ein Widerspruch jederzeit möglich ist.

Zum Hintergrund: Dem Bund Deutscher Schriftsteller (BDS e.V.) waren in dem bereits im Jahrbuch erschienenen Schaubild weltweite Verbindungen mit verschiedenen Verlagen unterstellt worden. Bei den vermeintlichen weltweiten Verbindungen handelt es sich lediglich um notwendige freundschaftliche Kontakte, die der Schriftstellerverband unterhalten muss, damit er neuen Autoren bei der Verlagssuche helfen kann. Angesichts der Tatsache, dass sich das Plinkesche Verlagsprogramm aus Autorenratgebern zusammensetzt, mag man sich fragen, welches Ziel der Kleinstverleger mit seinen Diskreditierungen verfolgt, zumal dessen marktkonforme und massenkompatible Ratgeberliteratur schon von der Berliner Journalistin Gertrude Schildbach, die auch hinter die Kulissen schaute, schnell als Betrug am ratsuchenden Neuautor, der sich durch diese Ratgeber objektiv informiert glaubt, aufgedeckt worden ist (vgl. www.scheinschlag.de).

Die zahlreichen Gerichtsverfahren zehren nicht nur an den Nerven und am Geldbeutel der Verfahrensgegner, sondern auch und ganz besonders am Portemonnaie des Autorenhaus-Verlegers selbst: In seinen Verleumdungsprozessen wird er von der in vielen Fällen erfolglosen Kanzlei Boehmert & Boehmert, Berlin (Professor Jan Nordemann) vertreten, die mit den in der Gebührenordnung für Rechtsanwälte vorgesehenen Gebühren nicht übereinstimmende höhere Stundensätze verlangt, welche die wirtschaftlichen Probleme des in zahlreichen Prozessen befangenen «Autorenhaus-Verlags» beeinflussen müssen – bei 90.000 Euro Jahresumsatz seines Unternehmens im Jahr 2005-2007 hatte Plinke mehrere 10.000 Euro Prozesskosten aufzuwenden und selbst ein gewonnenes Verfahren, dessen Kosten vom Gegner nur gemäß Gebührenordnung zu erstatten ist, belastet den Autorenhaus Verlag und Manfred Plinke wohl. Als Konsequenz hatte der Diplom-Kaufmann Manfred Plinke bei seiner Druckerei keine ausreichende Bonität und muss für den Druck seiner Ratgeber in Vorkasse treten. So zum Beispiel bei GGP, einem Druckunternehmen der Bertelsmann-Gruppe, das, wie in Branchenkreisen zu hören, grundsätzlich auf Kredit liefert und keine Vorkasse verlangt. Vorkasse wird verständlicherweise dann fällig, wenn die Ausfallversicherung einen Kunden nicht versichert. Wenn Manfred Plinke durch die Ausfallversicherung nicht versichert wurde und deswegen für seinen Buchdruck in Vorkasse treten musste, kann man sich die Gründe denken.

Das «Autorenhaus» des Manfred Plinke vertreibt Ratgeber zum Thema, wie unbekannte Autoren zu ihrer Buchveröffentlichung gelangen können. Wegen der unseriösen Ausnutzung von Hoffnungen neuer Autoren, die sich üblicherweise auch nach dem Kauf der kostspieligen Ratgeberpalette nicht in einer verlagsfinanzierten Buchveröffentlichung erfüllen können, sind Manfred Plinke und sein «Autorenhaus» nicht nur in Fachkreisen umstritten.


Das Autorenhaus und die Scientology

Dietzenbach (BDS) - Der prozessfreudige Kleinverlag «Autorenhaus», bei Gerichten wohlbekannt, ist, anders als der Name impliziert, gar kein Haus der Autoren und auch keineswegs eine öffentliche Einrichtung wie ein Literaturhaus, mit dem der Inhaber des «Autorenhauses» Manfred Plinke nur allzu gern verwechselt wird. Der «Autorenhaus-Verlag» ist vielmehr ein Kleinstverlag in einem Reihenhäuschen in Berlin-Reinickendorf, in dem Diplom-Kaufmann Manfred Plinke am laufenden Band Ratgeber für Autoren schreibt und schreiben lässt. Gertrude Schildbach moniert in einer kritischen Rezension das unseriöse Geschäftsgebaren dieses Verlags: «Der Autorenhaus Verlag gibt vor, den Weg zum literarischen Erfolg zu kennen» (www.scheinschlag.de).

Unseriöses und branchenunübliches Verhalten ist dem Autor und Verleger einer umfangreichen Ratgeberbibliothek auch von anderer Seite unterstellt worden, als man seine Geschäftsmethoden mit denen der Scientology-Sekte verglich. So berichtete der «Buchmarkt», dass das «Autorenhaus» im Zusammenhang mit Scientology genannt wird. Die Rechtsanwaltskanzlei Boehmert & Boehmert hingegen dementiert, dass das «Autorenhaus», über dessen raffinierte und zum Teil branchenunübliche Geschäftsgebaren bereits berichtet worden ist, mit der Sekte verbunden sei.

Wie dem auch sei. Die Ratgeberpalette, die das Plinkesche Verlagsprogramm ziert, offenbart ein geniales, geradezu religiös motiviertes Bildnis: Die Autoren, eine Herde naiver Lämmer mit einem beträchtlichen Wissensdurst. Auch wenn das von den Plinkeschen Ratgeberbüchern avisierte Ziel einer verlagsfinanzierten Buchveröffentlichung ohne Erfolg bleibt, so besitzt man am Ende wenigstens eine beeindruckende private Ratgeberbibliothek. Und dass die Autoren die Ratgeber auf dem Weg zum Erfolg brauchen, und sei es zur Dekoration der eigenen vier Wände, ist im Spiegel der Plinkeschen Geschäftsidee so sicher wie das Amen in der Kirche.

Gerhild Tieger, Mitinhaberin und Autorin des Plinkeschen Verlages, beklagte jüngst die Berichterstattung, die zwischen ihrem Ehemann, Manfred Plinke, bzw. seinem durch seine Verleumdungsprozesse bekannter gewordenen Kleinverlag und Scientology Ähnlichkeiten diskutiert hatte. Tieger, die selbst Autorin mehrerer Sachbücher ist, erfuhr allerdings, dass Manfred Plinke in die Familien über die Anschrift seiner Gegner eingegriffen hat. Plinke versendet regelmäßig Briefe an die Anschrift der hochbetagten Eltern seiner Gegner, konfrontiert so diese auch mit den von ihm provozierten Prozessen und mit einem Bedrohungsszenario. Betroffen sind auch Verwandte 2. Grades sowie verschwägerte Personen, die regelmäßig von Manfred Plinke beunruhigt werden. Dieses Verhalten gilt in der Verlagsbranche als unüblich, ist aber bekannt bei Verfolgern und Hetzern.

Bekannt wurde auch, dass sich das Gericht getäuscht fühlte von Manfred Plinke, der sich mit Hilfe der Kanzlei Professor Jan Nordemann in Berlin sogar Personenstandsurkunden in der Qualität von Geburtsurkunden verschafft und diese dann zur Bloßstellung seiner Gegner dann an Außenstehende verschickt. Die von Rechts wegen streng geschützten Dokumente verschickt Plinke auch innerhalb der betroffenen Familie, um Auseinandersetzungen in der Familie zu bewirken. In diesem Zusammenhang hat Manfred Plinke vor Gericht die Unterlassungserklärung vorgelegt. Seither werden die persönlichen Dokumente in der Öffentlichkeit allerdings weiterhin gezielt durch anonyme Versendung abgesetzt. Die Diskussion darüber, dass sich Manfred Plinke Methoden bedient, die Scientology nachgesagt werden, führte zu einem Protest von Scientology.


In Verleumdungsprozesse verwickelter "Autorenhaus"-Verlag will Autorenverband in den Ruin treiben – unüblich hohe Gebühren der Kanzlei Boehmert & Boehmert verstärken Konflikte des Kleinverlegers Manfred Plinke

Dietzenbach (BDS) - Das Präsidium des gemeinnützigen Bundes Deutscher Schriftsteller e.V. teilte mit, dass das sog. Autorenhaus, Verlag Manfred Plinke, mit einem seiner neuen Prozesse die Zukunft des Autorenverbandes gefährden will. Der Verband, der auf Mitgliedsbeiträge und Spenden angewiesen ist, habe Manfred Plinke 5.000 Euro angeboten, was dieser allerdings ablehnte. Manfred Plinke fordert über 40.000 Euro für die vorgeblichen Folgen einer, zwischenzeitlich aufgehobenen, Einstweiligen Verfügung gegen eine seiner Angriffsschriften.

Der Bund Deutscher Schriftsteller teilte mit, er sei für die gerichtliche Auseinandersetzung mit dem sog. Autorenhaus und Plinke gut gerüstet. Manfred Plinke ließ durch seine Kanzlei Nordemann dagegen bereits im voraus drohen, die Verantwortlichen des Autorenverbandes müssten, wenn der Verband die Forderungen des sog. Autorenhauses nicht erfüllen werde, mit gegen die ehrenamtlichen Kräfte gerichteten Strafverfahren rechnen. Derzeit laufen an deutschen Gerichten etwa 30 Gerichtsverfahren, in deren Mittelpunkt die Praktiken des Autorenhaus-Verlags und Manfred Plinkes stehen. Manfred Plinke gab vor Gericht zu Protokoll, dass er an die Kanzlei Boehmert & Boehmert für Jan-Bernd Nordemann einen Stundensatz bezahle, der über die übliche Gebührenordnung hinausgehe. Dies heißt, dass selbst ein gewonnenes Verfahren, dessen Kosten vom Gegner nur gemäß Gebührenordnung zu erstatten ist, den Autorenhaus Verlag und Manfred Plinke belastet.


"Autorenhaus-Verlag" verklagt ehrenamtliche Kräfte des gemeinnützigen Bund Deutscher Schriftsteller e.V. auf hohe Schadensersatzzahlungen

Dietzenbach (BDS) - Im vom "Autorenhaus-Verlag" betriebenen Gerichtsprozess gegen den gemeinnützigen Bund Deutscher Schriftsteller e.V. teilte der Vorstand mit, dass der Inhaber des "Autorenhauses", Manfred Plinke, die Präsidentin des Verbandes und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen persönlich mit Strafanzeige bedroht habe, falls der Autorenverband die Forderungen des "Autorenhaus"-Verlags nicht bezahlen könne. Die Präsidentin des Verbandes, R. Stahl, teilte auf Nachfrage mit, Manfred Plinke und "Autorenhaus"-Verlag hätten außerdem bereits gegen die ehrenamtlichen Mitarbeiter, die Ruheständler sind, Klage auf Zahlung von über 40.000 Euro eingereicht. Das Gericht habe allerdings bereits erkennen lassen, dass es diese Klagen abweisen werde.

zurück nach oben

2. Wie das ZDF sich mit fragwürdigen Verkaufspraktiken bereichert

600 Geschädigte beklagen sich über unseriöse Verkaufspraktiken für ein Softwareprodukt der WiSo-Redaktion

Darüber, dass es bei WiSo, der Sendung, die regelmäßig trickreichen Verkäufern auf die Finger klopft, immer öfter darum geht, Sensationen selbst herzustellen, darüber gibt es bereits Berichte betroffener, über die die ZDF-Redaktion wissentlich falsch berichtet hat. Wenn Quoten gehalten werden müssen, was zählt da noch die Wahrheit? Was ist schon zu fürchten, wenn im Jahr einige Dutzend Existenzen zu Unrecht vorgeführter Unternehmer vernichtet werden? Die von WiSo und Michael Opoczynski Geschädigten haben keine Stimme, aber im Internet entsteht derzeit Unruhe. Auf den Bericht (siehe unten) melden sich immer wieder Unternehmer, die von der Redaktion WiSo bzw. dem ebenso wegen dubioser Praktiken in die Diskussion geratenen sog. Autorenwerk mit fühlbar vorgefasstem Rechercheergebnis befragt werden oder bereits öffentlich hingerichtet wurden, und sie wussten nicht, wie ihnen geschah.

Der Hintergrund: Der Kampf um Quote und um Gebühren und Werbeeinnahmen hat eine neue Qualität erreicht, seitdem die Zuschauer den öffentlich-rechtlichen Sendern wie dem ZDF in Scharen weglaufen, weil das Internet die wirkliche Freiheit bietet und die Grundversorgung, die beim ZDF vom Gewinn- und Machtdenken überlagert zu sein scheint.

Nun berichtete die FAZ auch noch darüber, dass das ZDF unter dem WiSo-Lable/Buhl-Data Steuersoftware verkauft, wobei die Käufer regelmäßig nicht erkennen können, dass sie auch ein zu bezahlendes Abonnement eingegangen sind. „Eine Verbraucher-Sendung,“ meint einer der von WiSo und ZDF düpierten Käufer, „unter deren Namen ein solches Programm vertrieben wird, kann man nicht als seriös bezeichnen.“ Michael Opoczynski, Leiter der WiSo-Redaktion, über die für die Käufer unklaren Abonnementsbedingungen der WiSo-Steuersoftware: „Ein Teil der Bezieher gerät da in Verwirrung und abonniert, obwohl sie nicht wollen.“ Tatsächlich verpflichtet sich der Käufer der Software zusätzlich auch zur Abnahme von Updates, wenn er sich registriert. Ohne Registrierung kann aber die „Jubiläumsversion 2007“ gar nicht benutzt werden. Dass der Kauf der Software auch bedeutet, zusätzlich laufende Kosten aus einem Abonnement zu haben, ist für den Käufer kaum zu erkennen. Der Lizenzpartner Buhl-Data verweist darauf, dass auf der (bereits gekauften) Packung ein Hinweis aufgedruckt sei.

Opoczynski hierzu von der FAZ befragt, befand 600 Betroffene, die sich beklagten, das sei „nix“, „andere haben mehr“. Andere, das sind andere gewerbliche Anbieter, unter die das ZDF bzw. WiSo sich mit der Lizenzierung der Software eingereiht hat. Bei 100.000 verkauften Programmen wird nochmals deutlich: Das ZDF, das für Grundversorgung und Seriosität stehen soll und dafür die Zwangsgebühren der Bevölkerung erhält, will noch mehr Geld verdienen. Dass es dabei zu Methoden kommt, die es selbst bei anderen anprangert, mag am unstillbaren Hunger nach mehr Bedeutung, Macht und Geld liegen. Dass die verloren gegangene Neutralität dann auch dazu führt, dass den Zuschauern fingierte Berichte verkauft werden (nicht zu vergessen: die Zuschauer zahlen ja dafür), ist eine weitere Folge. Journalistischer Betrug und trickreiche Verkaufsmethoden – WiSo, Michael Opoczynski und Intendant Markus Schächter haben wohl aus ihrer Arbeit manches gelernt, die sich „Betrug, Gaunerei und verbraucherfeindlichen Praktiken“ zu widmen vorgibt, so ein Untertitel der WiSo-Sendung.

Auswüchse dieser bedenklichen Qualität, die bei der ARD bislang nicht bekannt geworden sind, sind wohl ein Anzeichen für den Druck der sich rasant veränderten Marktes, in dem die Zuschauer mit den Füßen abstimmen und den Öffentlich-rechtlichen den Rücken zu kehren. Das Internet wird auch den unseriösen Machenschaften in der WiSo-Redaktion über kurz oder lang die Wirkung und den Erfolg entziehen. Ein statistisch bereits nachgewiesener Prozess, der sich durch Betrug am Publikum trotz momentan erheblicher Zusatzprofite nicht aufhalten lässt, sondern diesen eher noch beschleunigten wird. Mit seinen Machenschaften stellt das ZDF allerdings schon jetzt selbst in Frage, ob die Privilegierung der öffentlich-rechtlichen Anstalten berechnet ist.

Dr. v. Trattner

zurück nach oben

3. Wie das Autoren(werk) mit fingierten Reportagen das ZDF und das ZDF die Zuschauer abkassiert

Journalistischer Betrug, Neue Folge

Als im Jahre 2000 der Journalist Tom Kummer damit auffiel, dass seine in großen deutschen Medien erschienenen Star-Interviews mit Tom Cruise und anderen frei erfunden waren, war die Empörung – für den Augenblick – groß. Tatsächlich stellte den Reporter später die Berliner Zeitung wieder an. Als man sich wieder trennte, gab Chefredakteur Uwe Vorkötter als Grund an: Betrug. Gleichzeitig regten sich Stimmen, die Tom Kummer verteidigten. Dass er der Berliner Zeitung veraltete und bereits erschienene Reportagen untergejubelt hatte, sei, so hieß es, „normal“. Freie Journalisten seien wegen ihrer oft schlechten Bezahlung geradezu dazu gezwungen, Artikel mehrfach zu verkaufen. – Aha, der zahlende Leser kann also weder Aktualität noch Originalität erwarten, obwohl ihm dies vorgespiegelt wird. Ob Tom Kummer ein Einzelfall war? Diese Frage stellen nur die, die das Mediengeschäft nicht kennen.

Journalistischer Betrug wird dreist vertuscht

Bekannt werden allerdings nur besonders dreiste und spektakuläre Manipulationen der Journalisten. Als kürzlich die „Christiansen“-Talkshow vom russischen Botschafter zu hören bekam, er erschiene nicht, wenn der Putin-Kritiker Gasparow teilnehme, wurde der Oppositionspolitiker, der in seinem Land und als Demokrat um sein Leben fürchten muss, einfach wieder ausgeladen. Danach gefragt, stellte Sabine Christiansen den Vorgang mit fadenscheinigen technischen Gründen in Abrede.

WDR-Chefreporter Klaus Bednarz, selbst auch Kritiker Putins, wurde allerdings ebenfalls ausgeladen, wie er der FR berichtete, und bekam von Christiansen zu hören, dies sei auch bei Gasparow so, über dessen Teilnahme sich der russische Botschafter beschwert habe. Wer soll, wenn der Vertreter der russischen Regierung sozusagen die Teilnehmer der Runde bestimmt, da noch an Unabhängigkeit und Kritik des Top-Journalismus glauben? Das wäre aber so schlimm nicht, wenn nicht auch noch hintennach gelogen würde. Eine Darstellung der russischen Position allein hat zwar nicht die journalistische Tiefe, die werthaltige und gesicherte Information verbürgt. Aber wenn dies vertuscht und die manipulative Verflachung der Sendung in Abrede gestellt wird, dann ist das journalistischer Betrug, der sich von Tom Kummers fiktivem Journalismus höchstens graduell unterscheidet.

Dank der paradiesischen Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Medien durch Zwangsabgaben in der Bevölkerung bestehen auch kaum Kontrollmöglichkeiten. Dass die mit Getöse verkündete Selbstkontrolle tatsächlich kläglich versagt, und zwar auf allen Ebenen, und dass dies bereits Alltag und ganz normal ist, zeigen Berichte der WiSo-Redaktion des ZDF. Für einen Bericht des Verbrauchermagazins WiSo unter Michael Opoczynski recherchierte das „Autoren(werk)“, eine von zwei Berliner Journalisten gegründete Kapitalgesellschaft. Die Rechercheure sollten einen Skandalbericht zusammenstellen über einen Buchverlag, der unbekannte Autoren herausbringt und diese Dienstleistung bezahlen lässt.

Der Fouqué Literaturverlag gab bereitwillig und mit Nachweisen Auskunft über seine umfangreichen Tätigkeiten, die für das Buch der Autorin Döbbrick in Vertrieb und Werbung erbracht worden waren. 1.000 Buchhandlungen waren angeschrieben worden, und 600 Redaktionen war das Buch zur Besprechung vorgestellt worden. Die Buchmessen in Frankfurt, Leipzig und Basel wurden absolviert usw. Skandal wegen Untätigkeit adieu? Mitnichten. Das sog. Autoren(werk) lieferte das Material zu folgender Feststellung ab, die vom ZDF an ein Millionenpublikum ausgestrahlt wurde: Die Autorin erklärte, sie habe 4.800 Euro bezahlt und dann „kam gar nichts mehr“. Die Redaktion setzte noch eins drauf: „Zumindest hat die Autorin 30 Autorenexemplare dafür bekommen.“

Natürlich finden sich dann bei den Wettbewerbern der Gescholtenen auch noch solche Beiträger, die sich auf deren Kosten in Szene setzen. Carsten Sommerfeld vom Berlin Verlag beispielsweise gehört in diese Kategorie Naiver.

Autoren(werk) beschäftigt angeblich Journalisten

Wer oder was ist aber eigentlich das „Autoren(werk)“? Einfach gesagt: Eine Firma, die Berichte erstellt und an Medienredaktionen verkauft. Auf die Frage, ob denn die Mitarbeiter ausgebildete Journalisten sind oder etwa universitäre Quereinsteiger, die das Handwerk nicht wirklich erlernt haben, antwortet die Geschäftsführerin Sabine Marx, die Mitarbeiter seien „ausgebildete und erfahrene Journalisten“. Merkwürdig, dass die Mitarbeiterin Anne Losemann gerade von der Uni Leipzig kommt, wo sie 2003 ihre Magisterarbeit über Zigeuner (Verzeihung, das Fach heißt: „Tsiganologie“) in der Buchreihe des Völkerkundlichen Instituts veröffentlicht hat.

Auf die Frage an Sabine Marx, ob denn, wenn das ZDF einen Skandalbericht bestellt, auch immer ein Skandalbericht herauskomme, antwortete die offensichtlich beunruhigte Geschäftsführerin: Wenn sich ein Anfangsverdacht nicht bestätige, dann werde die Arbeit eingestellt. Und Sie wollte von unserer Redaktion wissen, was genau uns an ihrer Arbeit störe bzw. wo sie „journalistisch unsauber gearbeitet“ hätten.

Mitgeschäftsführer Marcus Lindemann schwärmt von seinem Unternehmen, bei einem interessanten Ereignis könne sein „Team kurzfristig im Dutzend ausschwärmen und fertige Beiträge liefern“. Warum es allerdings noch ausschwärmen muss, um fertige Beiträge zu liefern, das fragt sich, wenn man den gefälschten Bericht über den Fouqué Verlag und die Arbeitsweise der Ethnologin Anne Losemann kennt. Dass es sich rentiert, steht außer Frage, denn die WiSo-Redaktion ist Dauerkunde beim Autoren(werk). Man versteht sich eben.

Ein solcher Beitrag beim ZDF ein Einzelfall?

Dass die Unternehmer Marcus Lindemann und Sabine Marx es verstehen, ohne Umweg über die Öffentlich-Rechtlichen auch auf Kosten der Steuerzahler ganz direkt Kasse zu machen, damit prahlen sie im Internet: „Dank einer ausgeklügelten Firmenkonstruktion hat autoren(werk) auch Mittel aus den Töpfen des Aufbau Ost bekommen.“ Das Beispiel des Fouqué Verlag dürfte keine Ausnahme sein. Als sich der diffamierte Verlag beim ZDF beschwerte, war dies kein Anlass, die Recherche aufzurollen und die unberechtigte Anprangerung richtigzustellen.

Im Gegenteil, die Rechtsabteilung des ZDF schmetterte den geschädigten Verlag mit juristischen Finessen ab. In einem gewundenden Brief schrieb der Justitiar des ZDF, „dass in dem WiSo-Beitrag nicht behauptet wurde, dass der Fouqué Literaturverlag seine vertraglichen Leistungen nicht erbracht hat“. – Das war die zweite Ohrfeige für die Geschädigten. Millionen Zuschauer erfuhren, dass der betroffene Verlag unseriös sei. Das ZDF will aber nichts dergleichen berichtet haben! Für diese zweite Ohrfeige ist sich wiederum der Justitiar des ZDF Frank Dexheimer nicht zu schade. Er lehnte schließlich auch die Ausstrahlung einer Gegendarstellung, die letzte Hoffnung der verleumdeten Verlagsmitarbeiter, – selbstverständlich – ab.

Alle machen ihr Geschäft, das Autoren(werk) und das ZDF, und alle anderen verlieren: das belogene Publikum, das angeprangerte Unternehmen und das angebliche Verbraucheropfer

Die Anständigen der journalistischen Zunft bestätigen die von Autoren(werk) und ZDF im vorliegenden Fall praktizierte Art der Publikumsmanipulation, wenn Brigitte Fehrl in der Frankfurter Rundschau vom 20.12.2006 unter Kommentaren schreibt: "...jenseits der medialen Verdrehungen die Empörung um jeden Preis sucht..."

Einen nicht unerheblichen Schaden haben die Machenschaften von WiSo, Anne Losemann und Konsorten aber auch jener Autorin zugefügt, die gelähmt und verarmt im Rollstuhl sitzt. Denn der geschädigte Verlag musste die weitere Verbreitung jener falschen Behauptung, der Verlag erbringe seine Leistungen nicht, sobald er bezahlt sei, natürlich unterbinden. Das gebeutelte Unternehmen musste eine Unterlassungserklärung von der alten Frau einfordern. Die Autorin hat ihren Auftritt beim ZDF und die Tatsache, dass sie dem „Autoren(werk)“ und Michael Opoczynski das saubere Geschäft ermöglicht hat, mit einer saftigen Anwaltsrechnung bezahlen dürfen.

Was in den Köpfen der Beteiligten vorgeht, die über Unternehmen und damit auch über Mitarbeiter berichten, die redlich ihr Geld verdienen und für die damit ein irreparabler Rufschaden in Kauf genommen wird, das kann man sich nur fragen. Nachbarn und Freunde vergessen nicht, was das für seriös gehaltene ZDF „berichtete“. Die solcherart stigmatisierten Mitbürger sind zu Unrecht unter Umständen fürs Leben in ihren sozialen Beziehungen geschädigt. Dass dabei auch das zahlende Publikum belogen und betrogen wird, auch das kümmert, ausweislich der juristischen Abschmetterung des Aufklärungsverlangens der Geschädigten nicht.

Das ist Michael Opoczynski und Anne Losemann und Marcus Lindemann aber offensichtlich egal. Was zählt, ist das Geld in der Kasse, das das dumme Publikum über die GEZ ja reichlich sprudeln lässt. Sabine Marx vom „Autoren(werk)“ bestätigt: „Wir arbeiten am liebsten für öffentlich-rechtliche Sender.“ Das Autoren(werk) kassiert für seine schmutzige Arbeit, für die alle paar Wochen einige Unglückliche ohne Wimperzucken öffentlich hingerichtet werden, nach eigenen Angaben, für einen einzelnen Auftrag schon einmal 100.000 Euro. Um Peanuts geht es also nicht, und hier liegt wohl auch die Ursache für den Medienbetrug, der sich richtig lohnt. Der Skandaljournalist Tom Kummer gab ungeschminkt zu Protokoll, die Budgets „beeinflussen natürlich die Realität“.

Detlef Trattner

Weitere Informationen über die Falschberichterstattung von WiSo finden Sie auch hier (externer Link).

zurück nach oben

4. Von den dubiosen Geschäftspraktiken des Manfred Plinke und seines "Autorenhaus Verlags" und "Autoren-Magazins"

Alles fängt am Anfang an, oder nicht? Zunächst einmal: Das "Autorenhaus" ist, anders als man denken soll, gar kein Haus der Autoren. Es ist auch keineswegs eine öffentliche Einrichtung wie ein Literaturhaus, mit dem der Macher des "Autorenhauses" Manfred Plinke nur allzugern verwechselt wird. Das "Autorenhaus" ist ein Kleinverlag, in dem dieser Herr Plinke am laufenden Band Ratgeber für Autoren schreibt. Und die verkaufen sich nunmal besser, wenn der ratsuchende Neuautor glaubt, er kaufe Wissen und Ratschlag von einer Institution, womöglich von einem Literaturhaus und nicht von Manfred Plinke.

Und wenn dann Autoren, die Rat und Beistand suchen, das "Deutsche Jahrbuch für Autoren Autorinnen" in die Hand nehmen, mögen sie nicht nur denken: "Ach, dies ist also das Deutsche Jahrbuch für unser einen!" Sie werden auch beeindruckt durch die irreführende Angabe "Autorenhaus Verlag" auf dem Einband und dem Titelblatt, so als ob das "Autorenhaus" einen Verlag betreibe und nicht selbst der Verlag sei.

Also noch einmal zum Verständnis: Hinter dem "Autorenhaus Verlag" steht weder ein "Autorenhaus" noch ein Literaturhaus, und das "Autorenhaus" ist auch keine Vereinigung von Autoren, sondern es ist das Produkt des umtriebigen Kleinverlegers Manfred Plinke, der sich die Bezeichnung "Autorenhaus" auch noch schnell beim Patentamt eintragen ließ. Sowas gibt’s.

Es ist allerdings schon erstaunlich, daß ein Wilhelm Genazino den Abdruck eines seiner Texte in jenem "Deutschen Jahrbuch" gestattet. Auch Uwe Wittstock, Elisabeth Borchers, Thomas Steinfeld und Feridun Zaimoglu und manch andere glauben wohl, sie hätten ihren Beitrag zu einem honorigen Buch und zu einem wirklichen "Autorenhaus" beigesteuert. Sie haben offensichtlich das Buch selbst noch nicht angeschaut, in dem Manfred Plinke unverhohlen seine Privatfehden austrägt. Ein Mann, der öffentlich seiner Verwunderung darüber Ausdruck gibt, daß ein ihm nicht genehmer, vor Jahren ausgeschiedener Verlagsleiter "offenbar immer noch unter den Lebenden weile". Manche mögen darin bloß eine Widerlichkeit noch unterhalb des Bildzeitungsniveaus sehen.

Der Rezensent muß aber das Interesse des Käufers im Blick behalten, auf den Herausgeber Plinke keinerlei Rücksicht nimmt. Was nämlich seine Privatstreitigkeiten anlangt, so haben diese nichts in einem "Deutschen Jahrbuch für Autoren" verloren. Da aber auch im Adressenteil wohlbekannte Einrichtungen, die Herrn Plinke mißliebig sind, weggelassen werden – wie der bei Autoren sehr gefragte Bund Deutscher Schriftsteller e.V., der von den Behörden als gemeinnützig anerkannt ist, oder wie die Frankfurter Cornelia Goethe Akademie mit einem staatlich zugelassenen, sogar vom Arbeitsamt geförderten Fernstudium für Autoren –, erfüllt das Buch in keiner Weise den selbst gesetzten, in klingende Münze umgesetzten hohen Anspruch.

Dem unkundigen Käufer des nicht gerade preiswerten, kiloschweren Buchs wird folglich unter dem Versprechen eines "Deutschen Jahrbuchs" eine absichtlich verkürzte und manipulierte Gesamtinformation dargeboten, garniert mit verquasten und offensichtlich haßgetränkten Mitteilungen. Auf S. 941-943 werden kindliche Verschwörungstheorien zwischen einzelnen Verbänden und Verlagen ausgebreitet ("Das weltweite Netz"). Dies ist nicht nur offensichtlicher Unfug, sondern auch journalistischer Betrug am Leser, der dafür ja kräftig zur Kasse gebeten wird.

Dabei muß es Manfred Plinke vor allem auch darum gehen, seinen an sich wenig bedeutenden Verlag und sein prätentiöses "Deutsches Autorenjahrbuch" mit den Namen wohlbekannter Autoren zu schmücken und die hilfesuchenden Neuautoren über die Tatsache zu täuschen, daß es sich bei seinem Verlag eben keineswegs um eine Institution wie ein Literaturhaus handelt.

Wenn man "Literaturhäuser" bei Google sucht, erscheint übrigens – o Wunder – irgendwann auch das Plinkesche "Autorenhaus". Wenn schon die Suchmaschine es nicht besser weiß, kann man auf Wilhelm Genazino, Elisabeth Borchers und den anderen, die doch über weniger Informationen verfügen als Google, nicht böse sein, weil sie an das "Autorenhaus" glaubten.

Natürlich weiß Herr Plinke, wie man Bücher schreibt, denn er ist selbst ausgewiesener Romancier und Dichter. Sollte man jedenfalls meinen, wenn einer anderen Ratschläge gibt. Tatsache ist, Herr Plinke schreibt laufend Ratgeber. Aber das macht ja nichts, denn er schreibt ja auch Ratgeber darüber, wie man als Autor sein Manuskript vermarktet. Ob Herr Plinke selbst jemals belletristische Manuskripte vermarktet hat, das wissen wir nicht. (Man munkelt in der Branche etwas von C. H. Beck, der hauptsächlich Juristisches produziert ...)

Aber wir wollen bei jemandem nicht kleinlich sein, der Gutgläubigen Drehbuch-Ratgeber verkauft, ohne vermutlich selbst je ein Drehbuch produziert zu haben. Wenn ein Manuskript verfilmt, also ein Film gedreht werden soll, ist es dann nicht auch nur natürlich, daß einem von irgendjemandem auch ein Drehbuch-Ratgeber angedreht wird? Garniert werden die "Ratgeber" des Hauses Plinke gern mit Koautoren, die manchmal einigermaßen hilflos nette Sachen dazuschreiben, oder wenigstens wohlklingende Namen haben und Kompetenzlücken schließen müssen.

Dabei sind Manfred Plinke mit "Autorenhaus" und Freundin und Mitherausgeberin Gerhild Tieger nicht nur raffiniert und lassen eine Öffentlichkeit in die Irre laufen, die sich auch noch artig dafür bedankt, daß das "Jahrbuch für Autoren 2004" keine Erläuterungen zu Schreibblockaden enthält (dafür gibt es ja Gott sei Dank einen eigenen Ratgeber zu kaufen – zufällig ist der im Plinke-Autorenhaus erschienen!) und auch nicht mit Hinweisen zu Literaturwettbewerben überfrachtet ist (auch dafür gibt es einen eigenen Ratgeber zu kaufen, rein zufällig ist auch dieser in der Plinkeschen Ratgeberschmiede erschienen!).

"Autorenhaus" & Plinke & Co. schrecken auch vor, nach google-Gesetzen, unlauterem Wettbewerb nicht zurück, um ihre Produkte an den Mann zu bringen. Sie schalteten bei google eine Anzeige für sich, die immer dann aufleuchtet, wenn Autoren sich bei Konkurrenten umtun wollen. google hat hier eingegriffen und die Anzeige des umtriebigen Berliner Kleinverlags blockiert.

Im übrigen hat das Plinke-"Autorenhaus", auf das Neuautoren zu Hauf hereinfallen, auch noch andere Fähigkeiten. Kommt ihm jemand in die Quere, etwa ein als gemeinnützig anerkannter Verband für Autoren, der ein eigenes, schlichtes "Jahrbuch für neue Autoren" zum Selbstkostenpreis herausbringt, dann schießt Plinke, der um sein "Jahrbuch für Autoren" fürchten mußte, scharf. Ein Gerichtsprozeß mit hohem Streitwert kann für einen gemeinnützigen Verein tödlich sein! Der prozeßfreudige Kleinverlag, bei Gerichten wohlbekannt, mußte damals aber eine peinliche Schlappe einstecken. Sein Jahrbuch hieß dann jahrelang, zur Verwunderung der Branche, "Deutsches Jahrbuch für Erstautorinnen".

Der in der Branche als prozeßfreudig bekannte Manfred Plinke vermittelt, wer ihm zu nahe kommt, die Bekanntschaft mit den Anwälten Boehmert in Berlin. Aber das muß nunmal so sein, wenn ein "Autorenhaus" doch nichts anderes als nur ein Kleinverlag ist.

Dank regem Internetaustausch unter den Autoren mehren sich jetzt allerdings die kritischen Stimmen. Gertrude Schildbach moniert in einer kritischen Rezension das unseriöse Geschäftsgebaren des Verlags: "Der Autorenhaus Verlag gibt vor, den Weg zum literarischen Erfolg zu kennen"

http://www.scheinschlag.de/archiv/2004/02_2004/texte/31.html

Sicher wird es aber noch eine Zeit dauern, bis sich herumgesprochen hat, was es mit den Produkten des Herrn Plinke auf sich hat, die oft durch alberne Karikaturen unbeabsichtigt trefflich illustriert sind, und in denen mißliebigen Zeitgenossen sogar der Tod wenn nicht offen gewünscht, so doch Erstaunen darüber verbreitet wird, daß sie eben noch nicht tot bzw. noch am Leben sind, was zuletzt kaum einen Unterschied erkennen läßt.

Es ist allerdings ein genialer Gedanke, den keiner – außer vielleicht der Scientology-Kirche – hinter einer Ratgeberpalette vermuten würde: Die Autoren werden als Herde naiver Lämmer gehalten, deren Wissensdurst beträchtlich ist. Wenn die literarische Arbeit auch ohne Erfolg bleibt, so hat man hintennach doch das halbe Ratgeberprogramm im Bücherschrank.

Die Plinkesche Geschäftsidee, den Neuautoren mit der Vorspiegelung, die Ratgeber könnten durch ein "Autorenhaus" verbürgten Rat geben, das Geld aus der Tasche zu ziehen, diese Idee ist in der Tat einzigartig. So einzigartig, daß die bekanntlich teuren Anwälte auch in Aktion treten, um unliebsame Berichterstattung und freie Meinungsäußerung zu verhindern. Leider aber ließ sich die Homepage der World Writers Association in London mit einer kritischen Stellungnahme über Plinke & Consorten nicht endgültig abstellen, denn auch in England gilt Presse- und Meinungsfreiheit. Die Homepage der World Writers Association, auf der diese Besprechung zuerst erschienen ist, sollte abgeschaltet werden, so war der Wunsch des "Autorenhauses". Dies ist leider mißlungen, weil sich kritische Berichterstattung in einer freien Gesellschaft nicht unterdrücken läßt.

Ob nun allerdings der Präsident der World Writers Association, der sich während der letzten Frankfurter Buchmesse am Stand des Verbandes offensichtlich noch bester Gesundheit erfreute, in den Büchern des "Autorenhauses" als "noch" unter den Lebenden weilend apostrophiert werden wird? Das kann man wohl nur bei Herrn Plinke erfahren. Oder man müßte bei kirchenähnlichen Gemeinschaften anfragen, deren Unternehmen mit drastischen Methoden bekanntlich gleichfalls sehr erfolgreich sind.

zurück nach oben

5. Manfred Plinkes geheime Freundschaft mit den Zuschussverlagen

Oder: Wie im "Autorenhaus"-Verlag und "Autoren-Magazin" das erschwindelte Geld der ratsuchenden Autoren zu Champagner wird

Das für seine Schlammschlachten gegen Zuschussverlage bekannte Berliner "Autorenhaus" (und das Autoren-Magazin), nicht zu verwechseln mit dem Berliner Literaturhaus(!), rät den unversierten Autoren zu allem, nur nicht dazu, sich an die Branche zu wenden, die Goethe, Hesse, Max Frisch und viele andere Große zu ihrer Laufbahn verholfen haben, den sog. Zuschussverlagen.

Autoren sollen lieber, so tönt es aus dem angeblichen "Autorenhaus" (das ist: Manfred Plinke), selbst einen Verlag aufmachen und Rechnungen schreiben, Mahnwesen durchführen und eben alles tun, was ein Verlagskaufmann tut, und am besten aufhören zu schreiben. Die unbekannten Schriftsteller, die ihren Anfang nehmen wollen, könnten auch zu Book on Demand gehen, wo Bücher meist nur gedruckt werden, wenn ein Besteller bestellt (on demand) – wie aber das Publikum auf die Idee kommen soll ein virtuelles Buch zu bestellen, das spielt ja keine Rolle. Oder die von Großverlagen als Möchtegernautoren verspotteten Ratsuchenden, die für gutes Geld die Ratgeber aus der Ratgeberpalette kaufen, können sich ja bei Suhrkamp, Hanser und Hoffmann und Campe bewerben (dort wartet man ja geradezu auf kluge Ratschläge und noch mehr ungebetene Zusendungen)!

Fazit: Ratschläge dieser Art verhöhnen den Käufer der Ratgeber, denn das sog. "Autorenhaus" des Manfred Plinke weiß genau, dass die Käufer auf diesen Wegen, von seltenen Ausnahmen abgesehen, gar nicht erfolgreich werden können. Und dennoch verkauft das sog. "Autorenhaus" seine Bücher an einen möglichst großen Kreis Ratsuchender. Und hierin unterscheidet sich das "Autorenhaus" von seriösen Ratgeberverlagen, denn deren Ratgeber führen in aller Regel zum Erfolg – der Käufer des Ikebana-Ratgebers wird nach Lektüre wirklich Ikebana-Sträuße binden können, auch der Technik-Ratgeber löst das Versprechen des Verlages ein, der Käufer kann danach sein Mofa reparieren, ein neues Softwareprogramm nutzen oder das neue Buchregal erstellen usw.


Der Ratgeberschwindel des "Autorenhauses"

Nicht so die Ratgeber des "Autorenhaus"-Verlags des Manfred Plinke. Seine Ratgeber sollen Autoren helfen, Verlagsverträge abzuschließen ("Recht für Autoren", EUR 14,90), dass diese dem unbedarften Autor (um den geht’s nämlich, Profis wie Martin Walser, Günter Grass und Hera Lind brauchen keinen Ratgeber) in der Regel aber gar nicht angeboten werden, ist ja egal. Die Käufer wissen zwar nach Lektüre das eine und andere über das Verlagsrecht, anwenden können sie es aber kaum. Über eintausend Seiten werden publikationswilligen Neuautoren verkauft (die für EUR 26,00 auch tief in die Tasche greifen müssen), wenn sie dem Hauptwerk des "Autorenhauses" zum Thema "Schreiben und Veröffentlichen" und Buchmarkt Vertrauen schenken. 1.000 Seiten, da sollte man meinen, man weiß alles, und das Veröffentlichen eines Manuskripts ist geritzt. Man darf die Vermutung wagen, dass noch kein einziger der zig zehntausend Käufer der Bücher des sog. Autorenhauses wirklich erfolgreich geworden ist – sonst würde Manfred Plinke dies auf seiner überladenen Homepage sicher groß herausstreichen. Zehntausende Ratsuchende, die das "Autorenhaus" seit Jahren finanzieren, aber düpiert werden, weil der Rat nicht funktionieren kann und der Käufer der Ratgeber zuletzt nicht sein von Rowohlt oder einem andern Publikumsverlag veröffentlichtes Buch in Händen hält, sondern eben die sog. Ratgeber des listigen Berliner Kleinverlegers. Ob das Betrug ist, das mag der verständige Leser für sich selbst entscheiden.


Ablasshändler Tetzel, Jan Bernd Nordmann und andere Koautoren

Interessant ist, dass der "Buchmarkt" kürzlich berichtete, das "Autorenhaus" werde in Zusammenhang mit Scientology gebracht. Das mag man kaum glauben, schon deshalb nicht, weil das "Autorenhaus" seine eigenen Kunden veralbert und mit Karikaturen foppt, derlei ist von Scientology nicht bekannt. Und wer ist mit von der Partie? Jan Bernd Nordemann, der als Rechtsanwalt allerorten Getöse verbreitet, wenn jemand Freund Plinke auf die Schliche kommt; wird auf einer Homepage kritisch über das dubiose Geschäftsgebahren von Manfred Plinke berichtet, flattern dem verblüfften Provider der Homepage Drohbriefe ins Haus! Warum Jan Bernd Nordemann, er führt den Titel LLM (wir wissen zwar nicht, was das ist, aber wir haben Respekt!), das "Autorenhaus" so eifrig verteidigt, ersehen wir aus dem Programm eben dieses Kleinverlags: Doktor Nordemann ist Koautor eines Ratgebers! Nun, erinnern wir uns an den geschäftstüchtigen Ablasshändler Tetzel und sein Motto: Die Seel’ in den Himmel springt, wenn die Münz im Kasten klingt! Ob die Autoren ihre Hoffnungen erfüllen können, das ist den Herren Plinke, Nordemann und einigen anderen aber offensichtlich gleichgültig. Hauptsache die Kasse stimmt!


Tölpel, die Ratgeber des "Autorenhauses" in gutem Glauben kaufen

Nun, man muss Verständnis haben, Doktor Nordemann (LLM), hält Vorlesungen an der Uni in Berlin, einen Lehrstuhl hat er aber nicht. Und das Justizprüfungsamt hat ihn auch nur zum nebenamtlichen Prüfer bestellt. Da muss man großzügig sein, wenn einer Autor im Verlag Manfred Plinke wird, denn wo sonst soll Geltung und Bedeutung entstehen, wenn keiner weiß, was ein LLM eigentlich ist? Dass das Buchprogramm einen betrügerischen Grundzug hat, dass der Verlag, als prozessfreudig bekannt, seine Homepage für Schlammschlachten gegen einzelne, missliebige Verlage nutzt, alles das ist jenen prätentiösen Männern, die man daran erkennen kann, dass sie Fliegen tragen, ziemlich egal.

Eine interessante Entdeckung machte kürzlich das Landgericht Stuttgart. Für das "Autorenhaus", das in seinen Büchern, auf seiner Homepage und in allen möglichen Foren gegen die sog. Zuschussverlage Kreuzzüge veranstaltet, legte Doktor Nordemann Dokumente vor, die ihm und Freund Plinke von einem konkurrierenden dritten Zuschussverlag, der ebenfalls in Frankfurt ansässig ist, über den im Markt unübersehbaren Konkurrenten und Zuschussverlag Fouqué beschafft wurden.

Wie weit es mit den Argumenten des Manfred Plinke gegen Zuschussverlage her ist, wissen wir nun: In der Öffentlichkeit macht das "Autorenhaus" den Autoren die Zuschussverlage madig, hinter den Kulissen sitzt man aber gemeinsam auf dem Sofa und hilft sich aus und lacht sich ins Fäustchen über die Tölpel, die die Autorenratgeber kaufen, statt gleich zu einem der Zuschussverlage zu gehen.


Einstweilige Verfügung gegen das "Autorenhaus"

Auch Herr Huffmann, der neue Inhaber des Frieling Zuschussverlags, sitzt offensichtlich mit hinter den Kulissen auf dem Sofa. Er schrieb nämlich flugs eine Bestätigung für das Duo Plinke-Nordemann, um die vom "Autorenhaus" Geschädigten, die sich gerichtlich wehrten, bloß zu stellen. Geholfen hat es Herrn Plinke und den befreundeten Zuschussverlegern aber nicht, denn die einstweilige Verfügung gegen das "Autorenhaus" des Manfred Plinke wurde vom Gericht nach einer Anhörung im Widerspruchsverfahren als rechtmäßig bestätigt, mittlerweile wird die Sache, nach Rücknahme des Eilantrages, als Hauptsache betrieben. LLM Nordemann kündigte bereits den Zug durch die Instanzen an. Verständlich, liegt seine berufliche Zukunft doch womöglich nicht in der Universität und nicht am Europäischen Gerichtshof, sondern im lukrativen Veröffentlichen weiterer Autorenratgeber.

Dass hilfesuchenden Menschen, die ihr erstes Manuskript unterbringen wollen, für die Phantasterei, Ratgeber könnten zum schriftstellerischen Erfolg verhelfen, vom "Autorenhaus" des Manfred Plinke das Geld aus der Tasche gezogen wird, ist wohl nichts anderes als ein besonders raffinierter Betrug. Wofür diese von Manfred Plinke erschwindelten Gelder wieder ausgegeben werden, das können wir uns jetzt vorstellen – wir denken an jenes Sofa hinter den Kulissen, auf dem ein fröhliches Quartett mit Champagnergläsern sitzt: die Herren Plinke und Nordemann, letzterer selbstverständlich mit Fliege, den Inhabern zweier großer Zuschussverlage freundlich zuprostend.

zurück nach oben